Fischkrankheit Infektiöse Bauchwassersucht

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Fischkrankheiten

Infektiöse Bauchwassersucht (IBW)

Bauchwassersucht

Bei dieser gefährlichen Cypriniden-Krankheit handelt es sich um einen Zusammenschluss aus mehreren Krankheitsformen. Heute werden diese als eigenständige Erkrankung betrachtet.

Es werden zwei Krankheitsformen unterschieden. Diese haben unterschiedliche Erreger. Diese Erreger befallen die Fische aber oftmals gleichzeitig.

Die akute Bauchwassersucht entspricht der sog. Frühlingsvirämie der Karpfen (Spring Viraemia of Carp, SVC,SV) und ist eine Viruserkrankung. Ihr Erreger ist Thabdovirus carpio. Sekundär treten aber noch Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudomonas auf.

Die chronische Bauchwassersucht, also die Geschwürform, wird heute als Erythrodermatitis (ED Carp Erythrodermatitis, CE) bezeichnet. Erreger ist die Bakterie Aeromaonas salmonicida ssp. nova.Äußerliche Symptome sind: appetitlose Fische, die direkt unter der Wasseroberfläche stehen. Der Fischleib ist aufgebläht. Blutungen an den Flossenansätzen, Glotzaugen, vorgestülpter After, ausgefranste Flossen und blasse Kiemen. Wenn die Fische aufgeschnitten werden, sieht man die Leibeshöhle gefüllt mit Flüssigkeit. Die Leber ist gelb und wässrig. Blutungen an der Schwimmblase. Darmentzündungen bis zum Auflösen des Darms.

Bei der chronischen Form ähneln die Symptome weitgehend denen der akuten, lediglich die starke Aufblähung des Leibes fehlt. Am Rücken und an den Seiten der Tiere treten jetzt tiefe, verpilzte Geschwüre auf. Die inneren Symptome zeigen keine so weit ausgebildete Schädigung der Tiere wie bei dem akuten Krankheitsverlauf. Die akute Form bricht vorwiegend im Spätherbst und Frühjahr aus, wenn die Wassertemperaturen zwischen 16 und 17 Grad C liegen.