Köderfische fangen

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Köderfische fangen

Wer Raubfisch angeln möchte kommt fast nicht an den Köderfischen vorbei. Es gibt zwar auch genügend Kunstköder doch in einigen Gewässern sind diese längst nicht so fängig. Immerhin sind kleine Fische die natürliche Beute der Raubfische.

Wer die Köderfische nicht im Laden kaufen möchte sondern lieber selber fängt bekommt hier eine einfache Anleitung.

Köderfische können entweder mit einer Senke oder mit der Stipprute gefangen werden. Ich erkläre beide Fangmethoden näher. Zuerst sollte die richtige Stelle zum Fischen gesucht werden.

Platzwahl

Köderfische halten sich meist in Ufernähe oder in geschützten Bereichen auf. Gute Stellen sind Krautfelder, Stege, Steinpackungen, Häfen, Regenrückhaltebecken und Seen.

Wer eine aussichtsreiche Stelle gefunden hat füttert nun die Fische an. Sobald sich die ersten Fische zeigen muss nun nur dafür gesorgt werden, dass die Fische am Platz bleiben. Hierzu sollte dem Futter Maden zugegeben werden, um den Platz attraktiv zu halten.

Beim Anfüttern bevorzuge ich Futter, das Duftwolken bildet. Futterrezepte findet ihr hier. Wer sich nicht lange mit dem Futter aufhalten will kann auch Paniermehl nutzen. Die kleinen Fische sind nicht gerade wählerisch.

Köderfische mit Senke fangen

Köderfische mit der Senke fangen Das Angeln mit der Senke ist nicht an jedem Gewässer erlaubt. Also bitte vorher informieren. Im Handel sind unterschiedliche Senken erhältlich. Es sollte auf eine robuste und stabile Ausführung geachtet werden.

Die Senke kann mit einem Seil oder an einem Teleskopstiel ins Wasser gelassen werden. Sobald die Senke im Wasser ist muss auch hier der Fisch angelockt werden. Hierzu wird über der Senke angefüttert. Nun schwimmen die Fischschwärmer über der Senke. Sobald der Schwarm über der Senke ist, muss die Senke sehr schnell hochgezogen werden.

Köderfische mit der Stipprute

Es gibt Stippruten in unterschiedlichen Längen. Je nach Rutenlänge lassen sich so auch etwas weiter entfernte Krautfelder erreichen. Neben der Rute werden noch Posen, Haken, Bleischrot, Schnur, Hakenlöser, Eimer und Köder benötigt. Siehe Bild unten.

Als Hauptschnur nutze ich eine 0,10 mm starke Schnur. Die Pose sollte leicht sein und maximal 1 Gramm Tragkraft haben. Je feiner die Pose, desto besser lassen sich auch vorsichtige Bisse erkennen. Am Ende der Hauptschnur befestige ich einen Wirbel in den das Vorfach eingehängt wird. Das Vorfach sollt nicht stärker als die Hauptschnur sein.

Die Hakengröße variiert man nach Beißverhalten. Wenn die Fische gut beißen kann ein 20er Haken benutzt werden. Sind die Fische vorsichtig sollte ein kleinerer Haken zum Einsatz kommen. Als Köder nimmt man eine einzelne Made. Wichtig ist, dass die ganze Montage nicht länger als die Rute ist. Sonst wird das Auswerfen schwer.

Wenn ein Fisch den Köder nimmt sollte der Anschlag schnell erfolgen. Vorteil ist, dass der Fisch nur im Maul gehakt ist und so schnell und einfach abgehakt werden kann. Wer zulange mit dem Anschlag wartet riskiert, dass der Fisch die Made schluckt. Ich persönlich schlage lieber schnell an und verliere den ein oder anderen Fisch, kann so aber die Fische problemlos vom Haken lösen.


Angler beim stippen

Pose vor dem Biss

Pose nach dem Biss

nach wenigen Minuten

Tipps zum Köderfische fangen

Immer eine Ersatzmontage auf einem Wickelbrett mitnehmen, das erspart lästiges Knoten am Wasser. Sollte die Montage reißen, kann ich die neue Montage schnell anbringen.

Auch ein Spitzengummi kann das Stippen erleichtern. Sollte ein größerer Fisch den Köder nehmen hat man trotz feiner Montage noch eine Kraftreserve. Wer ein Spitzengummi nutzt sollte darauf achten, dass es nicht porös wird.