Zander angeln

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Angeln auf Zander

Das Angeln auf Zander kann auf unterschiedlichste Weise betrieben werden. Mit Grund- oder Posenmontagen oder mit der Spinnrute.

Hier beschreibe ich das Grundangeln näher. Wie bei allen anderen Fischen auch sollte zuerst der richtige Platz für das Zanderangeln gefunden werden. Erfolgversprechende Stellen sind Unterstände, Brückenpfeiler, Flusseinläufe, versunkene Bäume oder Äste, Buhnenköpfe, Untiefen im Gewässer und Scharrkanten.

Standplätze der Zander

Rute

Die Rute für das Angeln auf Zander richtet sich natürlich nach der Angeltechnik. Es können leichte bis schwere Spinn- oder Grundruten zum Einsatz kommen. Zu empfehlen sind eher härtere Ruten. Diese ermöglichen einen kräftigeren Anschlag, was bei dem harten Maul des Zander wichtig ist.

Rolle

Als Rolle kann eine Freilaufrolle oder eine Stationärrolle montiert werden. Freilaufrollen bieten den Vorteil, dass der Zander Schnur nehmen kann ohne dass er viel Widerstand spürt.

Schnur

Monofile oder geflochtene Schnur mit einer Tragkraft von 8 bis 12 kg. Beim Angeln auf größere Distanzen sollte man jedoch geflochtene Schnüre verwenden. Durch die Dehnung der monofilen Schnur ist der Anschlag zu schwach um den Haken ins Maul des Zander zu reissen.

Vorfach und Haken

Hier kann entweder ein monofiles Vorfach oder ein Stahlvorfach montiert werden. Da der Zander jedoch sehr empfindlich ist und den Köder schon beim kleinsten Verdacht liegen lässt sollte man darauf achten, dass das Vorfach der Montage sehr weich ist. In Gewässern, in denen auch ein Hecht anbeissen kann sollte unbedingt ein Stahlvorfach verwendet werden. Hier ist ein feines 49-fädiges Stahlvorfach zu empfehlen. Ist jedoch kein Hecht im Gewässer, so kann man mit monofilen Vorfach angeln.

Der Haken richtet sich nach der Art der Anbringung des Köderfisches. Man kann mit Einzelhaken, Ryderhaken oder Drillinge auf die Stachelritter angeln. Die Hakengröße liegt zwischen 1 und 4.

Montage zum Angeln auf Zander

Hier möchte ich auf die Grundmontage eingehen. Beim Angeln auf Zander ist es wichtig, dass der Widerstand, den der Zander beim Biss spürt, so gering wie möglich ist. Hierzu eignet sich die abgebildete Montage am Besten. Mehr über Posenmontagen findet ihr hier.

Montagen für das Angeln auf Zander

Köder für das Zanderangeln

Köderfische sind bei Grundmontagen die besten Köder. Ich bevorzuge Köderfische die ca. 12 cm lang sind. Diese werden besonders gut vom Zander aufgenommen und beim Anschlag sitzt der Haken perfekt. Alles über das richtige befestigen der Köderfische findet Ihr hier Um ein aufschweben des Köderfisches zu erreichen, kann über das Waidloch Luft in den Köderfisch gespritzt werden.

Zander an den Angelplatz locken

Der Erfolg beim Angeln auf Zander kann man steigern, wenn man die Fische durch Aroma an den Haken lockt. Hier habe ich zwei Tipps, wie das Aroma an den Köder kommt.

Wer mit Köderfisch angelt kann dem Köderfisch mit einer Einwegspritze Aroma in die Bauchhöhle injizieren. Als Aromen eignen sich Krabben-, Herings- oder Aalöl. Für einen Köderfisch von 12 bis 16 cm Länge empfehle ich drei bis fünf Milliliter. Zuviel Aroma kann die Fische vertreiben. Nun sollten dem so präparierten Köderfisch noch einige Einstiche mit der Ködernadel oder der Spritzenkanüle zugefügt werden. So kann sich das Aroma schneller im Wasser ausbreiten.

Eine weitere Möglichkeit Duftstoffe ins Wasser zu bringen ist anstelle eines Bleis einen Madenkorb oder geschlossenen Futterkorb am Seitenarm anzubringen. Dieser wird dann mit Tampons gefüllt die vorher mit dem Aroma getränkt wurden. Die Watte nimmt das Aroma gut auf und gibt es langsam ans Wasser ab. Wer zusätzliches Gewicht an der Montage benötigt kann einen vorbebleiten Futterkorb nehmen.

Bissanzeiger

Als Bissanzeiger eignet sich eine Kombination aus Kletteraffe und elektronischem Bissanzeiger. Der Kletteraffe zeigt die Fallbisse (der Zander schwimmt auf die Rute zu) an und der elektronische Bissanzeiger meldet das Abziehen der Schnur. Wer es einfacher mag verwendet ein Glöckchen und hält die Rutenspitze im Auge.