Fischkrankheit Koi-Herpes

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Fischkrankheiten

Koi-Herpes

Das Koi Herpes Virus (KHV) ist eine höchst infektiöse Fischkrankheit, die bei gewöhnlichen Karpfen zu einer erheblichen Sterblichkeit führen kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird das KHV als ein DNA-Virus klassifiziert, zugehörend zur Virusfamilie Herpesviridae (d.h. Herpesvirus). Das Virus wurde in Koi- und Speisefischen diagnostiziert. Andere verwandte Cyprinidenrassen wie der Graskarpfen scheinen vom Koi Herpes Virus unberührt zu bleiben.

Wie bei anderen Herpes-Virus-Infektionen wird angenommen, dass das Virus latent im infizierten Fisch verbleibt. Dem Virus ausgesetzte oder bereits erholte Fische sollten daher als potentielle Krankheitsüberträger angesehen werden.

Von dem Virus können Tiere in unterschiedlichem Alter befallen werden. Jungfische sollen aber anfälliger sein.

Erkrankte Fische sind häufig an der Wasseroberfläche, sie zeigen Atemnot und unkoordiniertes Schwimmverhalten. Äusserlich können die Fische Kiemennekrosen mit weißen und roten Flecken oder Kiemenblutungen zeigen. Die Augen sind eingefallen, auf der Haut können blasse Flecken oder Blasen sichtbar sein. Innere Anzeichen des KHV sind uneinheitlich und unspezifisch, aber sie können Verklebungen in der Leibeshöhle und gesprenkelte Erscheinungen der inneren Organe hervorrufen.

Eine sichere Diagnose kann auch hier nur durch verschiedene Testmethoden in Zusammenarbeit mit einem Fischgesundheitsspezialisten und einem Diagnoselabor für Fischkrankheiten erfolgen.