Fischarten - Die Rotfeder

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Die Rotfeder

Die Rotfeder ist regional auch unter den Namen Rötel, Rottelen, Roflosser oder Rotkarpfen bekannt.

Merkmale der Rotfeder

Der Körper ist bei älteren Rotfedern ziemlich hochrückig und seitlich zusammengedrückt. Das Maul ist klein und endständig, die Maulspalte ist sehr schräg angeordnet. Die Schuppen bilden am Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse einen scharfen Kiel (im Gegensatz zum Rotauge). Die Färbung der Rotfeder ist sehr variabel. In der Regel sind Kopfoberseite und Rücken dunkel braun-grünlich, die Seiten silbrig bis messingfarben glänzend, die Bauchseite weißlich-silbern glänzend. Die Bauchflossen, sowie die Afterflosse und die Rückenflosse sind deutlich rot gefärbt (daher der Name Rotfeder). Der Augenkreis ist nicht so intensiv rot gefärbt wie bei der Plötze, eher messingfarben bis goldgelb glänzend.

Schuppenformel : Entlang der Seitenlinie 40 bis 43 Schuppen, oberhalb der Seitenlinie 7 bis 8, unterhalb 3 bis 4 Schuppenreihen. Flossenformel. Rückenflosse II-III/8-9, Brustflossen jeweils I/15-16, Bauchflossen jeweils II/8, Afterflosse III/9-11, Schwanzflosse 19.

Rotfedern werden durchschnittlich 20 bis 30 cm, maximal 50 cm groß und 3 kg schwer.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Rotfeder reicht von Westeuropa nördlich der Pyrennäen, Mitteleuropa, Norditalien, Balkan, dem Schwarzen und Assowschen Meer bis zum Aralsee und dem Ural. Auf der Iberischen Halbinsel, in Island, Schottland und Nordskandinavien kommt die Rotfeder nicht vor.

Lebensraum, Fortpflanzung und Nahrung

Entsprechen denen der Plötzen. Rotfedern stehen meist in Schwärmen dicht unter Wasseroberfläche oder verstecken sich im Pflanzenbestand der Seeufer. Die Laichzeit liegt zwischen April und Juni. Pro Weibchen werden bis zu 200.000 Eier abgelegt. Die etwa 1,5 mm großen Eier bleiben an Wasserpflanzen kleben. Die Fischbrut schlüpfen nach 3 bis 10 Tagen.

Wirtschaftliche Bedeutung der Rotfeder

Die Rotfeder wird in großen Mengen vor allem in warmen Seen gefangen.

Sportfischerei

Die Rotfeder fängt man am besten mit der Posenangel mit einem Köder an der Wasseroberfläche oder einem langsam absinkenden Köder. Fliegenfischen mit der Trockenfliege kann stellenweise auch zum Erfolg führen. Als Köder eignen sich am besten Kompostwurm, Madenbündel, Brotklumpen oder Mais. Anfüttern ist zu empfehlen. Beste Fangergebnisse erzielt man in der Abenddämmerung oder am frühen Morgen zwischen Mai und Juni und von August bis September.