Fischarten - Der Frauennerfling Rutilus pigus virgo

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Die Frauennerfling

Der Frauennerfling ist eine Unterart des Pigo Rutilus pigus und wird mit wissenschaftlichem Namen Rutilus pigus virgo genannt (früher Leuciscus virgo Haeckel). Weitere regional gebräuchliche Namen sind auch Frauenfisch, Donaunerfling, Dörnling oder Erfle. Die Stammform, der Pigo, kommt nur in den oberitalienisch - schweizerischen Seen vor.

Frauennerfling
Frauennerfling (Zeichnung Zsoldos Márton, Creative Commons License 3.0 Unported,
Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rutilus_pigus_leánykoncér.jpg&filetimestamp=20100604210015)

Merkmale des Frauennerfling

Der Körper ist langgestreckt und seitlich etwas abgeflacht. Er hat ein enges, leicht unterständiges Maul mit nur einer Reihe von Schlundzähnen. Kopf und Augen sind relativ klein. Der Körper zeigt einen leicht grünlichen Schimmer, Bauch-, After- und Schwanzflosse sind leicht rötlich. Die Schuppen sind relativ groß. Entlang der Seitenlinie zählt man 44 bis 46 Schuppen, oberhalb der Seitenlinie 7 Schuppenreihen, unterhalb 4. Die Flossenformel lautet: Rückenflosse III/9-12, Brustflossen je I/16-17, Bauchflossen II/8-9, Afterflosse III/10-12, Schwanzflosse 19. Frauennerflinge erreichen Längen von 20 bis 30 cm, maximal bis zu 45 cm.

Verbreitung

Der Frauennerfling kommt in der Donau unterhalb von Ulm vor, sowie in den großen Nebenflüssen der mittleren und unteren Donau. Durch Flussverbauungen sind die Bestände stark gefährdet. Der Fraunnerfling ist daher in Bayern z.Zt. ganzjährig geschützt.

Frauennerfling in seinem Lebensraum

Der Frauennerfling bevorzugt größere Wassertiefe über Bodengrund. Zur Laichzeit geht er auch in die Flachwasserzonen.

Fortpflanzung und Nahrung

Die Laichzeit liegt zwischen April und Mai. Dann ist das Männchen an seinem deutlichen Laichausschlag an Kopf und Körper zu erkennen. Pro Weibchen werden bis zu 60.000 Eier abgelegt, die dank ihrer klebrigen Hülle an Steinen und Pflanzen heften bleiben. Bevorzugte Nahrungstiere des Frauennerflings sind Würmer, Kleinkrebse, Schnecken, Zuckmücken- und andere Insektenlarven.

Wirtschaftliche Bedeutung und Sportfischerei

Keine, da zur Zeit zumindest in Bayern ganzjährige Schonzeit!