Mairenke oder Schiedling Chalcalburnus chalcoides mento

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Mairenke oder Schiedling

Die Mairenke, mit wissenschaftlichem Namen Chalcalburnus chalcoides mento, ist eine der sieben Unterarten des Schemaja Chalcalburnus chalcoides. Andere weniger gebräuchliche Namen sind Seelaube oder Seelauge. Dieser Fisch gehört nicht - wie man aufgrund des Namens Mairenke vermuten könnte - zu den Renken oder Felchen, sondern zu den Karpfenartigen.

Merkmale der Mairenke

Der Körper ist schlank und seitlich etwas zusammengedrückt. Der Unterkiefer ist länger und dicker als der Oberkiefer, dadurch oberständiges Maul. Obere Rücken- und Kopfpartie sind dunkelgrün bis dunkelblau gefärbt, die Flanken hell sibrig glänzend, der Bauch weiß silbrig glänzend, Rücken- und Schwanzflosse sind dunkel als die übrigen Flossen. Die Schupenformel : Entlang der Seitenlinie werden 60 bis 67 Schuppen gezählt, oberhalb der Seitenlinie gibt es 9 bis 10 Schuppenreihen, unterhalb 3 bis 4. Die Flossenformel lautet: Rückenflosse II-III/ 7-8, Brustflossen jeweils I/15, Bauchflossen je II/8-9, Afterflosse III/14-16, Schwanzflosse 19. Mairenken werden durchschnittlich bis 25 cm, maximal bis 35 cm groß.

Die Mairenke ist von der ähnlich aussehenden Ukelei dadurch zu unterscheiden, dass bei der Mairenke der vordere Kiel hinter den Bauchflossen beschuppt ist.

Verbreitung

Die Mairenke ist in Südosteurpa weit verbreitet, vor allem in den Flüssen und Seen des Donaugebietes, in den Zuflüssen zum Schwarzen und zum Assowschen Meer. Auf der Krim kommt sie noch massenhaft vor. Angeblich ist es in Südosteuropa Populationen, die außerhalb der Laichzeit im Brack- und Meerwasser leben, während die Bestände der Donau reine Süßwasserformen sind. Früher gab es auch große Bestände in Ammersee, Chiemsee und Starnberger See. 1832 wurde sie von L.Agassiz auf dem Münchner Fischmarkt entdeckt und als Aspius mento beschrieben.

Lebensraum der Mairenke

Die Mairenke lebt in Schwärmen in klaren, sauerstoffreichen Gewässern.

Fortpflanzung und Nahrung

Mairenken ziehen während der Laichzeit zwischen Mai und Juni stromauf oder suchen sandig-kiesige, flache Stellen in den Seen auf. Zur Laichzeit sind die Mairenken sehr intensiv gefärbt. Sie ernähren sich von Zooplankton, Insektenlarven, Anflug, seltener nehmen sie auch Würmer, Insekten und Weichtiere vom Gewässergrund auf.

Wirtschaftliche Bedeutung

In Südosteuropa, wo die Mairenken durchschnittlich 40 cm groß werden, wird dieser Fisch auch als Speisefisch gefangen, obwohl sein Fleisch nicht sonderlich wohlschmeckend sein soll.

Bedeutung der Mairenke in der Sportfischerei

Beste Angelmethoden für die Mairenke sind das Fliegenfischen mit Trocken- oder Nassfliege oder das Ansitzfischen mit der Pose.