Die Seeforelle - Salmo trutta lacustris

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Seeforelle

Die Seeforelle, mit wissenschaftlichem Namen Salmo trutta forma lacustris ist ein Vertreter der Forellenartigen (Salmonidae). Regional gebräuchliche Namen sind Lachsforelle, Seelachs, Silberlachs, Goldlachs, Maiforelle, Grundforelle, Rheinlanke und Illanke.

Merkmale der Seeforelle

Körperform gedrungen, seitlich etwas zusammengedrückt. Ausgewachsene Seeforellen sind etwas hochrückiger als die Jungfische. Die Schnauze ist stumpf, die Maulspalte groß und reicht bis hinter das Auge. Die Färbung ist sehr variabel: Rücken blaugrün bis graubraun, Bauch und Flanken heller, Bauch weißlich bis hellgrau, Flanken silbrig glänzend. Auf den Seiten unregelmäßig verteilte dunkle Flecken, punkt- bis x-förmig, bei manchen Exemplare der Seeforelle von einem orangefarbenen oder rötlichen Ring umgeben. Ihr fehlen allerdings die komplett roten Punkte der Bachforelle, womit sich Form und Färbung der Punkte als Unterscheidungsmerkmal mit Einschränkungen eignet. Zur Laichzeit sind die Männchen am Laichhaken des Unterkiefers zu erkennen.

Seeforellen haben relativ kleine Schuppen, entlang der Seitenlinie zählt 110 bis 120 Schuppen, zwischen Seitenlinie und dem Ansatz der Fettflosse liegen 14 bis 19 Schuppenreihen. Flossenformel: Rückenflosse III-IV/8-10, Brustflossen jeweils I/12-13, Bauchflossen I/8, Afterflosse III/7-8, Schwanzflosse 19.

Ausgewachsene Seeforellen werden zwischen 40 und 80cm lang und erreichen dabei ein Gewicht zwischen 800 und 5.000Gramm die Fangstatistik gibt die größte gefangene Seeforelle hatte die Rekordlänge von 113cm bei einem Gewicht von 11,5 kg.

Verbreitung

Seeforellen leben in den tiefen Seen des Voralpenraum, der Alpen, in Skandinavien, Island und Schottland, sowie im Norden Russlands.

Lebensraum und Nahrung der Seeforelle

Jüngere Seeforellen, die sogenannten Schwebforellen, leben in den oberen Wasserschichten udn ernähren sich von Plankton und Anflugnahrung. Ältere Seeforellen, die sogenannten Grundforellen, halten sich in den tieferen Wasserzonen auf, wo sie vor allem anderen Fische als Beute nachstellen, auch Seesaiblingen, womit sie aus fischereiwirtschaftlicher Sicht einigen Schaden anrichten können.

Dort, wo die Seeforelle durch Stus udn Wehre von ihren in den Zuflüssen liegenden Laichgebieten abgeschnitten ist, ist ihr Bestand auf Dauer stark gefährdet. Die in den gleichen Gewässern eingesetzten, bei uns ursprünglich nicht heimischen Regenbogenforellen sind als Nahrungskonkurrenten und tragen damit indirekt zum Rückgang der Seeforellen – Bestände bei.Wichtigste Maßnahme sind daher sogenannte Rückbaumaßnahmen, z.B.rauhe, schräg ansteigende Rampen statt senkrechte Wehre, um die Laichgewässer wieder durchgängig zu machen.

Fortpflanzung und Nahrung

Die Männchen werden im 3. oder 4. Lebensjahr geschlechtsreif, die Weibchen erst im 4. oder 5. Jahr. Zur Laichzeit, in der Regel ab September oder Oktober, wandern die Seeforellen in die Zuflüsse; manche Populationen laichen auch im See selbst ab. Die Eier sind nur etwa 5 mm groß. Es werden zwischen 1.000 und 2.000 Eier pro kg Weibchengewicht gelegt. Dazu schlägt dass Weibchen Laichgruben aus, die nach der Eiablage wieder mit Kies bedeckt werden. Die Jungfische bleiben zunächst in den Zuflüssen und wandern erst im Alter von 1 bis 2 Jahren wieder stromab in den See.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Seeforelle ist wegen ihres ausgezeichneten Geschmacks ein geschätzter Speisefisch.

Die Seeforelle in der Sportfischerei

Die Seeforelle ist unter Sportanglern ein geschätzter Fisch. Kleinere Exemplare (Schwebforellen) kann man mit der Fliegenrute erbeuten, da sie gerne nach Anflugnahrung an der Wasseroberflächen jagen. Für größere Exemplare, die sogenannten Grundforellen, die wesentlich tiefer stehen, verwendet man eine Grundangel. An geeigneten, flachen Stellen kann auch vom Ufer aus gefischt werden. Dazu werden Spinnruten mit toten Köderfischen oder Gummifisch verwendet. Diese müssen nach dem Auswerfen wieder mit ruckartigen, zuckenden Bewegungen eingeholt werden, um die Bewegungen der Beutefische vorzutäuschen. Man kann es auch mit der Posenangel versuchen und Würmern als Köder versuchen. Mancherorts hat man gute Erfolge mit schlanken Blinker aus Perlmutt, da sie das Aufblitzen der Flanken der Beutefische beim Wendemanöver imitieren.