Spinnfischen/Fluss

Das Spinnfischen am Fluss ist ein sehr schönes abwechslungsreiches fischen. Das benötigte Zubehör trägt der Spinnfischer am Körper oder in einem Rucksack. Es ist also ratsam seine Ausrüstung so zu Wählen das es möglich ist diese auch über längere Strecken bequem zu tragen.

Zubehör zum Spinnfischen

Die Ausrüstung:

Rute und Rolle:

Als Rolle eignet sich eine kleine Stationärrolle. Hier ist eine hochwertige Rolle besser als ein billig Modell. Bei dieser Angelmethode werden die Rollenteile wie Getriebe, Kurbelachse und Bremse sehr stark beansprucht. Aus das auswerfen und aufwickeln der Schnur sollte reibungslos funktionieren. Die Rolle sollte mit einer Weitwurfspule ausgerüstet sein.

Die Rute sollte nicht zu lang sein, so ist auch vor Sträuchern oder unter Bäumen das auswerfen möglich. Das Wurfgewicht sollte zwischen 10 und 80 Gramm liegen. Die Aktion sollte halbparabolisch sein. Das Gewicht der Rute sollte so gering wie möglich sein, da sie den ganzen Tag in der Hand gehalten wird. Die Rolle sollte vom Gewicht zu Rute passen so das eine ausbalancierte Kombination entsteht.

Schnur:

Monofile Schnur, Tragkraft 4-12 kg, Durchmesser max. 0,16. Alternativ kann auch eine geflochtene Schnur verwendet werden. Auch hier gibt es Angler, die von monofiler Schnur überzeugt sind und Angler, die schwören, dass geflochtene Schnur wesentlich besser sei. Hier kann ich außer der Schnurstärke und der Tragkraft leider keine eindeutige Empfehlung abgeben.

Montagen und Zubehör:

Die Montage ist sehr einfach. An das Ende der Hauptschnur wird ein Wirbel geknotet, in den dann der Blinker oder der Wobbler eingehängt wird. Und schon ist die Montage fertig. Es ist allerdings wichtig, die Haken an den Kunstködern regelmäßig zu kontrollieren. Sie dürfen weder stumpf noch rostig oder gar verbogen sein. Die Hakengröße des Kunstköders muss natürlich dem Fisch angepasst werden. Mehr über die unterschiedlichen Jig-Köpfe gibt es
hier.

Zubehör:

Das wichtigste Zubehör für den Spinnfischer ist ein guter Rucksack oder eine Umhengetasche in der die Kunstköder transportiert werden. Neben der Tasche sollte eine Auswahl an unterschiedlichen Ködern und Köderfarben mitgenommen werden. Auch das Lösewerkzeug und Ersatzvorfächer dürfen nicht fehlen.

Plätze:

Am Fluss bevorzuge ich einen ständig wechselnden Angelplatz. Ich lauf am Ufer von Buhne zu Buhne und fische systematisch die Buhnenfelder und den Buhnenkopf ab. So setze ich den Weg am Ufer entlang fort. Mit dieser Methode können so ganze Uferstrecken beangelt werden. Gerade in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung hatte ich so schon oft Erfolg. Auch Hafengebiete und deren Einfahrten sind ein guter Platz um mit der Spinnrute zu fischen. Auch hier werfe ich das Ufer systematisch ab.

Wer nicht gleich Erfolg hat kann auch mal den Köder oder die Köderfarbe wechseln. Nur weil ein Köder einmal erfolgreich war ist er es beim nächsten fischen wieder.

Wurfschema:

Hier ein Wurfschema, um ein Buhnenfeld optimal zu befischen. Man arbeitet sich langsam zum Buhnenkopf vor und erreicht so jede interessante Stelle im Buhnenfeld.

Köderführung:

Die Köderführung ist neben der Köde-r und Platzwahl ein wichtiger Faktor für den Angelerfolg. Hier beschreibe ich die gängigsten Führungsstiele.

Einkurbeln:

Beim einfachen gleichmäßigen Einkurbeln bleibt der Köder mit gleichbleibender Geschwindigkeit immer in der gleichen Höhe. Durch die Geschwindigkeit kann der Abstand zum Gewässergrund variiert werden. Schnelles Einkurbeln - großer Abstand zum Grund und langsames Einkurbeln - geringer Grundabstand. So kann auch dort gefischt werden wo die Gefahr von Grundhängern besteht. Mit dieser Methode können große Flächen in kurzer Zeit befischt werden.

Einkurbeln mit Geschwindigkeitsänderung:

Der Köder wird einfach eingeholt. Dabei wird die Geschwindigkeit variiert. So kann mit dem Kunstköder ein verletzter Fisch imitiert werden. Auch hier wird über die Einholgeschwindigkeit der Abstand zum Grund variiert.

Schleifen:

Bei dieser Führungsart wird der Köder nur langsam eingeholt. Dabei schleift der Köder über Grund und wühlt diesen auf. Die Lockwirkung dieser Aufwirbelungen ist nicht zu unterschätzen. Die Raubfische vermuten gründelnde Beutefische und schlagen zu. Bei dieser Technik ist der Gewässergrund entscheidend. Sandiger oder erdiger Grund lässt sich sehr gut aufwirbeln. Steiniger oder krautiger Gewässergrund birgt eine sehr große Hängergefahr.

Normales Zupfen:

Zupfen bedeutet, dass der Köderfisch bis auf den Grund sinkt. Sobald der Köderfisch Grundkontakt hat wird die Rute heftig angehoben. Der Köder steigt sprunghaft in die Höhe und sinkt dann wieder. Die meisten Bisse erfolgen in der Absinkphase. Also immer Kontakt zum Köder halten und die Rutenspitze beobachten, um den Biss auch zu bemerken. So wird der Köder nach und nach eingeholt.

Stufenartiges Zupfen:

Auch hier soll der Köder wieder den Grund berühren. Nun wird er aber nicht in einmal hochgezupft sondern in drei Schritten, wobei jeder Zupfer etwas stärker ist als der vorherige. Die Pausen zwischen den Zupfern sollten so kurz wie möglich sein. Der Biss kann hier in der Absinkphase oder während der Stufensprünge erfolgen. Also auch hier Kontakt zum Köder halten und Rutenspitze beobachten.

Hafeneinfahrt

Hafenbecken

Spinnfischer

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