Angeln auf Rapfen am Rhein - Teil 1

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Angeln auf Rapfen am Rhein

Der Rapfen – Flussaufwärts entlang des Rheins - Teil 1

Der Rapfen lateinisch Aspius aspius oder allgemein auch Schied genannt ist mit seiner Art und Gattung die man zu den Karpfenartigen Fischen zählt in ganz Mitteleuropa vertreten. Sein Einzugsgebiet reicht von den südlichsten Ecken Europas wie dem Donaudelta bis in Gegenden nördlich gelegen von Schweden und Finnland.

Rapfen am Rhein

Der Rapfen ist ein Fisch, der klar auf dem Vormarsch ist und sein Verbreitungsgebiet immer weiter ausdehnt. Wenn ich an den Rhein denke wird es den Fischen heutzutage durch integrierte Fischtreppen in Staudämmen oder Wehranlagen möglich gemacht diese Hürden zu überwinden und ihr Vorkommen weiter auszubreiten. Der Rapfen ist ein Fisch, dessen Körperform eher an einen Torpedo erinnert als an seine Familie der Friedfische wie z.B.den Karpfen. Der Rapfen ist ein sehr kräftiger Fisch und wenn es die Temperaturen zulassen ein ausgesprochen starker Kämpfer im Drill.

Er hat relativ kleine Augen und ist durch seine große Maulspalte sehr gut in der Lage Fische erfolgreich zu jagen. Sein Maul ist in den Maulwinkeln ab einer bestimmten Größe sehr wulstig und im Allgemeinen oberständig. Die Spitze des Mauls erinnert schon eher an einen nach oben gerichteten Haken wie man es bei Salmoniden kennt.

Der Schlund des Rapfens ist mit Schlundknochen ausgestatten die sehr kräftig sind und wie Reißzähne wirken. Der Körper des Rapfens ist mit kleinen Schuppen bedeckt. Seine Farbe ist silbrig und erinnert an einen Silberbaren. Die Farbe kann sehr variieren und ist sehr Gewässer und altersabhängig. Ich habe schon Fische überlisten können, die von glänzend Silber bis grünlich an dem Rücken oder auch gänzlich weiß am gesamten Körper wirkten. Seine Flossen sind an den Bauchseiten meist leicht rötlich gefärbt.

Seine Schwanzflosse ist tief eingeschnitten. Seinen Schwanz würde ich als sehr kräftig bezeichnen, und davon macht der Rapfen auch hin und wieder gebrauch bei der Jagt. Der Rapfen ist in den verschiedensten Gewässern anzutreffen. Diese reichen von Seen und kleinen Flüssen bis hin zu unseren großen Strömen. Am wohlsten fühl er sich wohl in unseren Flüssen und Strömen, da er ein strömungs- liebender Fisch ist. Diese Gewässer bieten ihm meist auch die idealen Stellen die er für seine Fortpflanzung benötigt. Der Rapfen ist nämlich ein Kieslaicher. Zur Laichzeit ziehen die Fische in Scharen flussaufwärts und laichen von April bis Juni an Stellen des Flusses, die sehr kiesigen Grund besitzen. In der Laichzeit kann man bei den Männchen auch Laichausschlag feststellen.

Das doch durchaus besondere des Rapfens ist seine Ernährung. In seinen Jugendjahren ernährt sich der Rapfen von Kleinlebewesen und allem was er ergattern kann. Ab einer Größe oder besser ab einem Gewicht von ca. 300 Gramm wird er sich räuberisch ernähren und ab diesem Zeitpunkt wird er auch regelmäßig kleinen Fischchen nachstellen. Diese Angabe kann man aber auch nicht 100 Prozent an einem Zeitpunkt oder Gewicht festmachen. Ich selbst habe schon Rapfen mit einer Länge von nicht mehr als 10 cm gefangen, die einen Gummifisch für sich beanspruchen wollten. Zur Beute der Rapfen abhängig von ihrer Größe gehören die verschiedensten Fischarten. Je nach dem was in seinen Schlund passt und was er bewältigen kann, wird er auch zu sich nehmen. Je nach Artenvorkommen ernährt er sich mit vorliebe von Weißfischen und deren Brut, dies können beispielsweise Lauben, Rotaugen, Hasel und sonstige Fische sein.

Ein Bericht von Manuel Schülein