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Angeln am Baggersee

Beim Angeln an solchen „künstlichen" Seen, also Seen, die nicht natürlich entstanden sind, ist die Wahl des richtigen Platzes über den Erfolg am Gewässer entscheidend.

Solche Gewässer werden unterschieden in neue Gewässer, mittelalte Gewässer und alte Gewässer. Da diese Gewässer künstlich entstanden sind, müssen sie sich erst entwickeln.

Angeln am Baggersee

Junge Gewässer

Gewässer die bis zu 4 Jahre bestehen.

In solchen jungen Gewässern findet man nur kleine Weißfische. Die Fische finden kaum Nährtierchen. Auch Wasserpflanzen sind noch nicht vertreten.

Der Gewässergrund ist meist hart und ohne Ablagerungen. Der Sauerstoffgehalt im Wasser ist hoch. Für Angler sind diese Gewässer nicht interessant.

Mittelalte Gewässer

Gewässer von 5 - 10 Jahren.

Neben Weißfischen kommen nun auch Barsche und Hechte vor. Das Nahrungsangebot für die Fische hat sich verbessert. Es haben sich Wasserpflanzen angesiedelt. Auf dem noch recht harten Gewässergrund findet man schon einige Mulmablagerungen. Der Sauerstoffgehalt im Wasser hat abgenommen.

Alte Gewässer

Gewässer die seit mindestens 10 Jahren bestehen.

Erst nach 20 bis 30 Jahren sind solche Gewässer fast wie die natürlich entstandenen Gewässer. Der Fischreichtum hat weiter zugenommen. Nun können auch Brassen, Karpfen und Schleien gefangen werden.

Das Gewässer ist nun sehr nährstoffreich. Wasserpflanzen sind zahlreich und es haben sich Schilfgürtel gebildet. Der Bodengrund ist schlammig und der Sauerstoffgehalt ist weiter abgefallen.

Die Gewässertiefe

Um den Angelplatz richtig zu wählen, ist es wichtig die Gewässertiefe zu kennen. Am besten zieht man vor dem Angeln los, um das Gewässer zu erkunden. Die frühen Morgenstunden haben sich als beste Zeit für Beobachtungen erwiesen.

Die Fische sind in dieser Zeit besonders aktiv. Achten Sie beim Gewässerrundgang auf Luftblasen von gründelnden Fischen oder achten Sie auf plötzliches Wasserspritzen, das deutet auf Fische die gejagt werden. So können die ersten Hotspots ausgemacht werden.

Um die Gewässertiefe zu ermitteln, können andere Angler, denen das Gewässer bekannt ist, gefragt werden oder man lotet das Gewässer an einigen Stellen aus.

Neben den Stellen im Gewässer die eine gleichbleibende Tiefe haben, sucht man die fischreichen Stellen. Dies sind tiefere Stellen oder plötzlich abfallende Kanten, auch Sandbänke können erfolgversprechend sein.