Boilies selber machen

Boilies selbst gemacht

Es sind im Handel zwar Boilies in allen Farben und Geschmacksrichtungen vorhanden, aber für diejenigen Angler die es mal selber probieren wollen, habe ich euch ein Grundrezept erstellt. Durch Zufügen von Lebensmittelfarben oder unterschiedlichen Aromen lässt sich die Fängigkeit verbessern.
 

Grundrezepte:

200g Hartweizengrieß
200g Fischmehl  
200g Blutmehl
250g Fleischmehl
50g Weizengluten
100g Pfanni Knödel Halb & Halb
10 Eier
½ Teelöffel Salz
Öl
Farb- und Geruchsstoffe


High Protein
500 g Casein
100 g Natriumcasein
100 g Lactalbumin
200 g Weizengluten
100 g Sojamehl


Low Protein
500 g Sojamehl vollfett geröstet
250 g Grieß
100 g Weizengluten
150 g Casein


Birdfood
450 g Sojamehl vollfett geröstet
250 g Robin Red
200 g PTX
100 g Egg Albumin


Fischmehl
200 g Sojamehl vollfett geröstet
400 g Fischmehl oder gemahlenes Forelli
200 g Grieß
100 g Weizengluten

 

Nußmix

350 g Kürbiskernmehl
250 g Grieß
150 g Maismehl
150 g Weizen fein gemahlenen

100 g Nussmehl
 

Kohlehydratmix

300 g Maismehl
300 g Sojamehl
200 g Grieß
200 g Weizen fein gemahlenen

 

Verarbeitung:

 

Die Eier (10 Eier pro kg Trockenmasse) in eine Schüssel geben,

Aromen und Lebensmittelfarbe sowie ein wenig Öl dazugeben und verrühren.

Nun die gemischten Trockenzutaten nach und nach zugeben und ebenfalls verrühren. Darauf achten, dass nur soviel zugegeben wird bis der Teig nicht mehr am Rührgerät kleben bleibt.

Nun muss der Teig mit den Händen ordentlich durchgeknetet werden.

 

Der Teig kann jetzt in eine Teigspritze gefüllt werden.

Kleine Teigwürste pressen und in einem Boilieroller oder mit den Händen zu Kugeln formen.

Die Kugeln werden in einem Topf mit kochendem Wasser solange gekocht bis sie an der Oberfläche schwimmen. Jetzt werden die Boilies mit einer Schöpfkelle aus dem Topf genommen und auf einem Netz (gleichmäßiges Trocknen) zum Trocknen ausgelegt.

Es geht aber auch mit Maschendraht, der auf einen Holzrahmen gespannt wird. Nach ca. 48 Stunden sollten die Boilies trocken sein.

Jetzt könnt ihr die Boilies in Frischhaltetüten einfrieren.

High Protein Mischungen:
Hoher Proteingehalt, besteht überwiegend aus Milchproteinen
Vorteil: Die Köder werden sehr hart.
Nachteil: Teuer, die Proteine werden zum grossteil vom Karpfen nicht verwertet.
 

 

Low Protein Mischungen:

Proteingehalt um 30 %, mit Milch- und Pflanzenproteinen.
Vorteil: Günstig, bei guter Zusammensetzung vollwertiger Köder.
Nachteil: Köder bleibt recht weich.
Guter Allroundköder für das ganze Jahr.

 

 

Vogelfutter Mischungen (Birdfood):

Mittlerer Proteingehalt, aus verschiedenen Vogelfuttersorten bestehend.
Vorteil: Guter Eigengeruch und -geschmack.
Nachteil: Köder wird u.U. nicht sehr hart.

 

 

Fischmehl Mischungen:

Mittlerer Proteingehalt, Bestandteile sind verschiedene Fischmehle.
Vorteil: starker Eigengeruch und -geschmack.
Nachteil: kann bei der Verarbeitung Probleme machen
Gesamturteil: Besonders im Sommer sehr fängig.



Es wäre super, wenn ihr mir eure Erfahrungen mit den Boilies mitteilen würdet. So kann ich an Verbesserungen arbeiten, die Euch auch wieder zugute kommen.
 

Boilis für Barben

300 Gramm Hartweizengrieß, 200 Gramm Lactalbumin (70 %), 100 Gramm Erdnussmehl, 300 Weizenmehl, 3250 Gramm Hanfmehl geröstet, 150 Gramm gemahlene Frolics, 8 Eier

"Der Inhalt des Internetangebotes von angeln-alex.de ist urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung von Informationen und Daten, insbesondere die Verwendung von Texten, Textteilen und Bildmaterial bedarf der vorherigen Zustimmung von Alexander Gartmann."